Am Mittwoch, den 21.09.2005 gab es im Bürgerhaus eine außerordentliche Mitgliederversammlung.
Thema: Zahlung der Hallennutzungsgebühren
Wieder einmal mißglückte der erste Versuch, die Versammlung zu eröffnen. Es hätten 124 Mitglieder anwesend sein müssen, doch es waren bis dahin nur 122. So wurde die Versammlung von 19.30 Uhr auf 20.00 Uhr verschoben. Und siehe da, es waren 124, ganz genau. Aber auch ohne die beiden Nachzügler wäre die Versammlung nun zur Eröffnung rechtens gewesen.
Herr Klaus Richter (Vorsitzender) eröffnete nun die Versammlung mit einigen Grußworten. Das Präsidium wurde ebenso bestätigt, wie auch der Versammlungsleiter Andreas Pauli. Der stellte noch einmal die Beschlußfähigkeit fest und gab die einzelnen Tagespunkte bekannt.
Nun kam auch schon wieder unser lieber Herr Richter zu Wort. Zunächst zeichnete er zwei ehrenvolle Mitglieder aus und bedankte sich bei allen Abteilungen für ihre gute Arbeit im Sport. Zufrieden gab er sich auch mit der Teilnahme, der Abteilungen zur 775-Jahrfeier inbezüglich des Oktoberfestes.
Nun aber sprach er das leidige Thema "Hallennutzungsgebühren" an, gab dazu einige Informationen ab und eröffnete schließlich eine Diskussionsrunde zu diesen Thema. Die Diskussion bezog sich aber nicht nur auf das eigentliche Thema. Nein, so begannen die Abteilungen mal wieder Zickenkrieg. Die Abteilung Ju-Jutsu laß, wie in einer Bibelstunde, die Satzung vor, Abteilung Tischtennis gab einen sehr phantasievoll erfundenen Kassenbericht der Abteilung Fußball ab und Herr Napieraj wußte nicht, wie er seine kleinen Handballgirls aufklären soll. Lieber Herr Napieraj, Sie haben dazu unsere vollste Unterstützung.
Einen Antrag von Norbert Heinze (Fußball), die Hallennutzungsgebühren solidarisch zu teilen, kam zunächst gut an. Der Gedanke, eine 50:50-Regelung zu treffen, stellte sich aber eher, als schwierig umzusetzen, heraus. Dennoch wurde dieser Vorschlag als Punkt zur Abstimmung mit dazu genommen.
Dem folgte nun eher eine hektische Abstimmung, begünstigt durch die Unprofessionalität unseres Vorstandes. Mitglieder verließen vor und auch während der Abstimmung den Saal, kamen wieder oder auch nicht. Um so erstaunlicher, das bei der Auswertung genau, wie bei der Eröffnung, 124 Mitglieder abgestimmt haben. Oder doch nicht? ...
Ergebnis:
10 Mitglieder stimmten ungültig
20 Mitglieder stimmen für den Vorschlag 3; die Solidarregelung 50:50
45 Mitglieder stimmten für den 2. Vorschlag; die Gebühren werden auf alle Mitglieder über 18 Jahren in eine Beitragserhöhung umgesetzt.
49 Mitglieder stimmten für den Vorschlag 1, jeder zahlt, das was er nutzt.
... Aber da war doch noch was! Nun hielt ein Mitglied nach der Auszählung seinen nicht abgegebenen Wahlzettel hoch!? Wie geht das? Bei 124 Mitgliedern, nun auf einmal 125 Wahlzettel? Peinlich, peinlich. Nach etlichen Tumulten und Beschwerden über Betrug, etc. meldete sich aus einer Ecke eine leise Stimme. "Ich habe mich vergessen in die Liste einzutragen, habe jedoch den Stimmzettel erhalten und abgegeben."
Also, es waren 125 Mitglieder zur Eröffnung und es gab 125 abgegebende Stimmen!
Mit der Androhung einiger Abteilungen, dagegen rechtlich vorgehen zu wollen, beendete Klaus Richter die Versammlung. Das war auch gut so. Nach der ersten Aufbruchstimmung kam eine Person auf die glorreiche Idee, die Wahl mündlich zu wiederholen. Jedoch hätte das fatale Folgen für uns bedeutet, da zu diesem Zeitpunkt nur noch 7 Fußballer anwesend waren. Damit konnte ja nun auch wirklich keiner mehr rechnen.
Die Fußballer stellten einmal mehr die größte Fraktion bei der Versammlung, insgesamt 37 zahlende Mitglieder. Sehr positiv war die Anwesenheit u.a. der 1.Männer (12), der A-Junioren (7) und der wenigen wahlberechtigten B-Junioren (3). Ines Bliesche z.B., war als einzige der Frauen erschienen. Traurig stimmte dann noch die glanzlose Abwesenheit kompletter Mannschaften, wie die 2.Männer, AK35, AK40, AK50. Auch vom Vorstand fehlten mehr als die Hälfte. Ich denke, eine Auswertung ist dazu fällig! (le)